Dieses erstaunliche remasterte Filmmaterial führt uns zurück in die Zeit der 1920er-Jahre, und führt durch große kanadische Städte und zu Sehenswürdigkeiten.
Die 1920er Jahre in Kanada, oft als „Goldene Zwanziger“ oder „Jazz-Zeitalter“ bezeichnet, waren Zeugen einer bedeutenden Mischung aus wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Veränderungen. Das Land erlebte einen Wirtschaftsboom, der durch die Erholung nach dem Ersten Weltkrieg und die gestiegene Nachfrage nach kanadischen Waren, insbesondere im Rohstoff- und Fertigungssektor, angetrieben wurde.
In dieser Ära kam es zu einer deutlichen Urbanisierung, da die Menschen vom Land in die Städte zogen, was das Wachstum von urbanen Zentren wie Toronto, Montreal und Vancouver förderte. Technische Fortschritte wie die weit verbreitete Nutzung von Autos und Radios begannen die kanadische Gesellschaft zu formen und beeinflussten Lebensstil, Kommunikation und Unterhaltung. Kulturell brachten die 1920er Jahre eine liberalere und modernere Atmosphäre mit sich, beeinflusst von amerikanischer Jazzmusik, Tanztrends wie dem Charleston und der Entstehung der Flapper-Kultur, die traditionelle Normen in Frage stellte.
Die Prohibition von 1918 bis 1920 führte zur Entstehung illegaler Bars, bekannt als „Speakeasies“, und zu einem Anstieg der organisierten Kriminalität. Die Rechte der Frauen wurden gestärkt. 1918 erhielten Frauen das Wahlrecht bei Bundeswahlen, was zu besseren sozialen und wirtschaftlichen Chancen führte.
Die politische Landschaft war geprägt von der Dominanz der Konservativen Partei unter Premierminister Arthur Meighen, obwohl das Jahrzehnt von politischer Instabilität und wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt war. Der Wohlstand der 1920er Jahre fand jedoch mit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929 ein abruptes Ende, was zu weit verbreiteter Arbeitslosigkeit, wirtschaftlicher Not und sozialen Unruhen führte, die Kanadas Entwicklung in den folgenden Jahren prägen sollten.
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